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Ein Törn ist nicht nur Segeln |
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Seite 1 von 3 Mit der SY ’Therban’ auf antiker Spurensuche rund um den Peloponnes Ein Bericht von Ingrid Funke
Für eine Fahrt rund um den PELOPONNES benötigt man Zeit. Wir haben vom 05. - 26. September 2009, 3 Wochen. Wir, das sind der Skipper Hermann und Marlise Jeppel, Jürgen Kopp, Alois Posner und Ingrid Funke.
Dank der guten Organisation der vorigen Crew erwartet uns am Flughafen ein Taxi und wir haben noch Zeit zum Einkaufen und schweißtreibenden Verstauen.
Nach Einweisung der Crew geht es am nächsten Morgen aus der Marina von LEVKAS bis zur LIMIN PETALA. Ausgiebiges Baden, natürlich bei 29 Grad. Am Abend erleben wir ein großartiges Wetterleuchten hinter riesigen weißen Wolkenbergen auf dem Festland. Weiter nach PATRAS. War nicht ganz so geplant, aber Wind 6-8 Bft. und eine 4-5 m hohe Welle zwingen uns in den Handelshafen von PATRAS. Am nächsten Morgen kommt bei gutem Wetter der Wind mal wieder aus der falschen Richtung, also weiter unter Motor. Die RION Brücke über den Golf von PATRAS mit ihren 4 gewaltigen Pylonen aus der Froschperspektive ist schon etwas Besonderes. Die Durchfahrt ist nur nach Anmeldung möglich.
Entlang der Küste gibt es viele, kleine Orte mit Buchten und Häfen und der Hafen von TRIZONIA wäre vielleicht etwas für das nächste Jahr. Nach Kurswechsel Richtung ITHEA passt der Wind und wir können segeln. Uns erwartet ein sehr großzügiger, gut angelegter Hafen. Wir bekommen Wasser und Diesel, und die sanitären Anlagen, na ja, aber man weiß sich eben zu helfen. Der Bus nach DELPHI hält am Hafen und wir genießen am nächsten Morgen die Fahrt durch endlose Olivenhaine und über Serpentinen hinauf zu den Ausgrabungen. Die Lage von DELPHI - umgeben von gewaltigen Bergen mit einem weiten Blick bis zum Meer - ist beeindruckend. Um den "Mittelpunkt der Welt"
sehen wir Bauwerke, Reliefs und Skulpturen; später im Museum die unterschiedlichsten Materialien kunstvoll verarbeitet. Das große Theater, recht gut erhalten und auch die Arena. Dazu der weite Blick über das große Gelände.
So viel Geschichte und Kunst, schön, zu erleben. Eine Ruhepause im Schatten tut da ganz gut. Wir haben einen langen Tag vor uns und somit starten wir am nächsten Morgen früh Richtung KORINTH. Wie wohl? Natürlich unter Motor. Den Kanal - er ist etwa 6 km lang - passieren wir nach Anmeldung und kurzer Wartezeit ohne Lotsen, denn er ist 24.5m breit. Die steilen Wände an den Seiten, die Autostraßen , die Eisenbahnbrücke und die winkenden Leute über uns, beeindruckend, da vergessen wir ganz schnell die nicht ganz billige Gebühr.
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